11.000 Quadratmeter Nahrung für Bienen und Co.


Dank des privaten Sponsorings von Dr. Katja Pütter-Ammer hat der SIH zusätzliche Blühwiesen in Gerlingsen anlegen können.

Iserlohn. Seit zwei Jahren besteht eine vertrauensvolle Verbindung zwischen dem Unternehmen MEDICE und dem Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer (SIH). So wurden bereits im März 2020 Flächen mit einer Gesamtgröße von mehr als 3.600 Quadratmetern auf dem MEDICE-Firmengrundstück und in angrenzenden öffentlichen Bereichen in Blühwiesen verwandelt. Die geschäftsführende Gesellschafterin des heimischen Gesundheitsunternehmens Dr. med. Katja Pütter-Ammer geht nun einen blühenden Schritt weiter und hat dem SIH und damit der Stadtgesellschaft ihre private Unterstützung angeboten: Mehr als 11.000 Quadratmeter Grünflächen hat der SIH dadurch in dieser Woche in Blühwiesen anlegen können.

In wenigen Wochen werden die Bereiche in Gerlingsen (an der Barbarastraße, Michaelstraße, Im Hudegrund, Am Schürenbusch und am Heisterbuschweg) Insekten, egal ob Schmetterlinge, Hummeln oder Wildbienen, Nahrungsvielfalt bieten. „Für diese großzügige Unterstützung sind wir überaus dankbar“, erklärt SIH-Vorstand Axel Raue erfreut, „denn die finanzielle Zuwendung beinhaltet nicht nur die Realisierung der Flächen, sondern sogar die sich anschließende Pflege für die nächsten Jahre.“

Aus umweltpolitischer Gesamtverantwortung hilft Dr. Pütter-Ammer damit der Stadtgesellschaft, ein enormes ökologisches Potential zu heben. Entstanden ist das Engagement auf Initiative des Rotary Club Iserlohn in Zusammenarbeit mit weiteren Iserlohner Unternehmen in Zeiten der Präsidentschaft von Dr. Katja Pütter-Ammer. Das Projekt wird seitens des Rotary Clubs unter der Präsidentschaft von Jens Breer selbstverständlich weiter unterstützt.

„Ich war so beeindruckt von den Blühwiesen, die unter meiner Rotary-Präsidentschaft angelegt worden sind, dass ich mich entschieden habe, mich hier auch auf privater Basis weiter zu engagieren. Zumal Nachhaltigkeit für MEDICE ein sehr wichtiges Thema ist. Wir richten uns schon seit Jahren konsequent an ökologischen Nachhaltigkeits-Kriterien aus, dafür ist unser Unternehmen bekannt. Insekten finden immer weniger Nahrung in Iserlohn. Dies bedroht die Artenvielfalt, die Nahrungsmittelernte und schließlich auch die Menschen unmittelbar. Blühwiesen auf Firmen- und Industriegeländen sowie öffentlichen Flächen eignen sich hervorragend als Kleinhabitate für Insekten. Gleichzeitig nehmen wir mit der Imkerei auch eine alte Familientradition wieder auf,” verrät Dr. Katja Pütter-Ammer, “denn schon mein Großvater hat hier am Standort Bienen gehalten und Honig produziert.”

Seit Ende 2019 verfolgt der SIH mit dem so genannten Langgraskonzept die Entwicklung artenarmer Rasenflächen in zweischürige Wiesenflächen mit hohem Artenreichtum an Pflanzen und Insekten. SIH-Bereichsleiter Ulrich Muschiol erläutert dazu: „Die Berücksichtigung wirtschaftlicher wie ökologischer Aspekte genießt dabei Priorität. Für die Anlage der artenreichen Wiesenflächen wird der SIH zur Beschleunigung des Vorgangs Saatgut im Schlitzverfahren ausbringen. Dabei schneiden Scheiben den Boden auf, das Saatgut wird eingebracht und der Boden anschließend v-förmig zusammengedrückt.“

Der SIH hofft, mit einer weiteren guten Nachricht in Kürze aufwarten zu können. Wenn sich nämlich dann im Sommer die Insekten tummeln, bieten sich die nachhaltigen zusammenhängenden Wiesenflächen für die Produktion einer süßen Leckerei an. „Wir stehen bereits mit einem örtlichen Imker in Kontakt“, verrät SIH-Meister Raphael Kinold, „und hoffen, dass vielleicht bald der Gerlingser Blühwiesen-Honig hergestellt werden kann.“